Schnitzen und Schmirgeln

Caril Chasens

Ich habe es besonderes gern, mit scharfen Werkzeugen zu arbeiten. Nicht wegen Schmirgelpapiers, mache ich Holzschnitzerei. Ich benütze doch ein wenig Schmirgelpapier, wegen der Wirkungen. Ein bißchen Schmirgelpapier kan dem geschnitzten Holz die Hand der Zeit schenken. Dabei läßt es das Wachstum des Holzes sehen, binnen der Gestalt der Idee. Schmirgeln gibt einen Kontrast mit geschnitztem Holz, und kan verschiedene Wirkungen machen. Die Holzarten reagieren auf das Schmirgelen nicht gleich. Dabei kan ich nur sagen, daß die folgende Methoden wirken auf irgendwelche Holzarten.

Wo ich will das Holz sehr glatt machen, benütze ich Schrapen mit dem Schmirgelpapier zusammen. Ich warte bei dem Schmirgeln bis das Werk fast fertig ist, weil der Sand im Holz geht, und er macht die Werkzeuge schnell stumpf. Die Schrapen entfernen das Holz sehr schneller als Schmirgelpapier. Sie oft wirken ebener auf geschmirgeltes Holz als auf eine räuhere Fläche, und Schrapen sind vollkommen für die Entfernung der Schrammen, welche werden vom dem Sand oder einer Raspel gemacht. Bei rotem Eichenholz (quercus borealis), wirken das Schrapen und Schmirgeln schöne Wellen auf die Maserung, weil das dunklere Holz nicht so hart wie das andere ist. Im Birkenholz (betula papyfera) gibt es gelegentlich eine merkwürdige klumpige Wirkung, die ich oft entferne. Bei selten Gelegenheiten benütze ich diese Wirkung, die wäre geeignet, dicke Korperteile zu bilden.

Schmirgeln, das gedankenvoll getan wirt, kan eine organich Rundung machen. Diese Wirkung ist sehr anregend von den Gestalten und dem Wachstum der Natur.

Leicht mit Schmirgelpapier zu streifen tut fast Zauber auf scharf geschnittenes Holz, um verwitterten stein zu bilden. Leichtes Schmirgeln, auf die scharfen Grate zwischen Hohlmeißelschnitten, macht diese viel sichtbarer. Das bildet Gestalten, die sind anregend von - zum beispeil - Netzen, Ästen, und der Luft um einen Flügel. Mit diesen Linien kan man zeichnen, oder eine zufällige Gestalt benützen. Es ist auch möglich, diese Grate mit schnitten zu betonen. Die Wirkungen sind nicht gleich.

Gelegentlich benütze ich meinen unmöglichen Hohlmeißel, der seine Kurve verändert. Ich forme den komplezierten Schnitt mit verschiedenen kleineren Hohlmeißeln. Dann schmirgle ich sorgfaltig im Graben, um die Zeichen von Werkzeugen zu entfernen. Diese Methode kan das natürliche Gefühl vermehren und die Zusammensetzung vervollständigen.

Das Schmirgeln ist kein Ersatz für makellose Bearbeitung mit sharfen Werkzeugen. Die Zeichen von Werkzeugen können selbst einem Werk Ausdruck schenken. Zum beispiel, ein Gesicht, geschmirgelt, kan viel mehr Arbeit mit scharfen Werkzeugen, viel mehr Gestaltung verlangen, um eine vergleichbare Feinheit des Ausdrucks zu erreichen. Am besten, dann seiht das geschmirgelte Gesicht aus als ob es im Holz gewachsen ist. Das Schmirgeln entfernt einen letzten Schlier vom Werk, wann man die Methode so benützt.

Zu schmirgeln, oder nicht, ist eine Angelegenheit von Stil und Wahl.